Levi, Renée

CH

Renée Levi, geboren in Istanbul, lebt seit 1964 in der Schweiz. Seit 2001 ist sie Professorin für Bildende Kunst und Malerei an der FHNW/HGK Basel.
Wenn Renée Levi sich in ihrer Malerei auf die Wahrnehmung eines spezifischen Raumes bezieht, dann, bin ich überzeugt, tut sie es nicht, um die Architektur in ein rechtes Licht zu rücken, geschweige denn, um sie zu erhöhen, sondern stets, um der Malerei und deren Wahrnehmung einen Platz in der Architektur einzuräumen und neue Zugänge, neue Perspektiven zur Malerei vorzuschlagen. ( Jean Marc Huitorel in Katalog 2-908939-47-9, Quimper 2006/07 ) Renée Levi macht sich den Raum eigen. „Ich muss mich auf den gebauten Raum, den Ausstellungsraum, den Bildraum oder einfach den Bewegungsraum einlassen, ihn in mir zulassen, ich will ihn neu definieren“. So ist die räumliche Auseinandersetzung auch ein Befragen des Anlasses, der Einladung zu einer Galerie. Präzise Setzung im Raum, klare Begrenzungen, eigenständige malerische Geste schreiben sich selbstverständlich ein und beschreiben einen vormals bekannten Ort. Bewusst nur ein großes Bild ist es, was jetzt zwischen den zwei Säulen der Galerie, von Renée Levi für die Aussstellung gemalt wurde. Und wenn sie es verhindern kann, weigert sie sich, Abbilder ihrer Malerei auf Einladungskarten oder 'Inserts' verkleinert, und somit eben verändert, zu drucken. So entstehen nebenbei, als Denkschubladen, die Fotoarbeiten, sowie die durch Marcel Schmid gestalteten Kunstkataloge. Oft zeigen die Einladungskarten den Unterschied zwischen Original und Dokumentation. z.B. verdreht. "Bernard Jordan chez Renée Levi" Solch verspielte Finessen, unerwartete Macken, werden zum Anlass einer Installation und deren Bildteile. z.B. die raumgreifend verklebte Wand zur ehemaligen Hotel-Veranda im Kunstmuseum Thun 2008, oder in Toulouse das Durchscheinen des von oben einfallenden Lichts durch die in den Ausstellungsraum hineingestellten, großformatigen, weißen Leinwandbilder; 2008.

Ausbildung
1999-2000 Gastprofessur an der Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe
1987-1991 Studium der Bildenden Künste HGKZ Zürich
1984-1986 Mitarbeit im Architekturbüro Herzog & de Meuron Basel
1980-1983 Architekturstudium an der HTL Muttenz

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